Archiv für Februar 2008

Hongkong oder Upsala

Hongkong. Mit King Kong zum Pingpong nach Hongkonk. Eine Weltstadt. Daran zu rütteln, wer wollte es wagen? Ich bin da ganz still. Ich besitze die Telefon-Nummer einer reizenden Frau, deren Tochter vor kurzem in Hongkong war, dieser menschenreichen Metropole, wo so viel passiert, daß man die 3 Gigabyte Speicherplatz auf WordPress ohne näheres Nachdenken mit Texten und Fotos zubaggern könnte. Auch Upsala war Gesprächsthema, eine Stadt, die ich mehr vom Hörensagen wie meine Westentasche kenne. Aber wenn ich auf Upsala zu sprechen komme, dann um elegant ein kleines Bäuerchen zu verheimlichen. So feine Manieren habe ich, wenn ich allein bin. Ansonsten werden halbe Hähnchen mit den Fingern auseinandergepflückt und wie im Schlaraffenland mit weit ausholender Geste aus 2,40 m Höhe in den auf 178 cm befindlichen Schlund befördert. Upsala.

Ehrlich, was ich nicht immer bin, Hongkong und Upsala, das sind Städte, das weiß ich heute schon, das ich die vermutlich nicht besuchen werde. Ich wüßte da gar nichts mit mir anzugfangen, im ersten Moment. Gräfelfing bietet mir mehr Sicherheit. Ich würde hier nicht weggehen. Da könnte Hongkong mit Geld winken, mich mit Gold überschütten, sinnlos. Upsala unter Umständen. Unter Umständen Upsala.

Ich finde die Würm, wie sie so schnell dahinfließt, gerade erst auf einem Teilstück wieder renaturiert, oder renaturalisiert, viel spannender als den Ganges, oder auch den viel zu überschätzten Rhein. Der ja durch die neue Bahntrasse erheblich an Einfluß verloren hat, er ist einfach nicht mehr da. Wenn jemand mal mit einem Zug vom Ruhrgebiet über Duisburg, Düsseldorf, Köln, Bonn, Koblenz, Mainz Richtung München gefahren ist, der weiß, was ihn in Boppard wohlmöglich erwartet. Sehen Sie.

Meine erste Wohnung in Gräfelfing befand sich Souterrain. Ich hoffe, das schreibt man so, Souterrain. Ich will jetzt nicht nachschauen, weil das jetzt entscheidend den Fluß meiner Gedanken stört,  Weltliteratur für die einzigartige Bewohnerin von Mariposa Island zu schreiben. Ich bin heute drauf. Ich sag ja, die ganze Verwirrung, die man dem Vollmond andichtet, das ist vollschwer richtig, aber mir gehen die Pferde auch schon mal so durch, raketenmäßig.

Kommen wir zum Schluß. Weltliteratur entsteht da, wo sie letztendlich geschrieben wird. Das kann in Hongkong sein, eher aber unwahrscheinlich. In Gräfelfing allemal, da sitz ich in meiner Kemenate, unbekümmert flitzen meine Finger hin und her, ungeachtet grammatikalischer Empfindlichkeiten, narkotisiert von der Trompete, die Dinah Washington durch die Nacht begleitet. Ich lebe gern in dieser Stadt, 24 Stunden, rund um die Uhr.

Übersetzung in einer andere Sprache

Warum Weltliteratur? Ja, weil meine Sachen sozusagen in der ganzen Welt gelesen werden können. Und schöner noch, es existieren bereits Übersetzungen von meinen Geschichten in einer mir völlig fremden Sprache. Da darf man schon mal stolz die Brust recken und den Hahnenschrei von sich geben, denn vor Monaten sah die Angelegenheit noch völlig desolat aus. Wie dem auch sei, bitte ein Ausschnitt:

„I do not know how I do it now, but I find it odd, from Tullus Alpha 11 on the W-LAN cable 104.5 Mhz world literature easy to hack into the universe. So what can you really do not make clear if one in mind. But I had something to me, runtergezupft frying chicken in the pot with the rice something zugekippt vegetable broth, all neatly boiled up again and then started to quite a sweat.

Enervierend course it is, it hurts, inwardly fairly, rumples the people, as he is a pillow in the night repeatedly zurechtklopft etc., if it is consistent with the honourable intention compete finally to do what it has always failed 50 years, respectively. It also the Häme his neighbor has brought to finally at long last world literature to write. The bottom line is I am now on the road to the garages along and felt like Gottfried Keller. Only, I would not have the „people of Seldwyla“ write, but on the „people from Gräfelfing“, and it probably only a few people.

The difficulty is that I am not in a suburb of America live, the Bronx, Staten Iceland, or Alberquque Highland Mountains, this place names radiate something of great world. If there his butt out of bed is raised, then everyone thinks, just something happens fast, exciting. If you Gräfelfing eye-opener, it is the day rather überschaulich, man washes, irons shirts, goes to the emperor or Tengelmann, takes care of this and that, but that everything is so boring that it is already a flourishing requires imagination the reader allmorgendlich on the road to take, if only for a day trip to nearby Munich, where again, but only because something exciting happens, where you just itself is not.  So to me.“

Wer nun aber der Übersetzer ist, ich kann es nicht sagen. In Auftrag habe ich nichts gegeben, meine eigene angespannte Situation läßt derzeit noch kein Honorar zu. Sollten aber mal beizeiten einige Peseten oder auch Penunsen eingehen, dann würde ich ein Honorar rüberwachsen lassen. Denn im http://www. kann man auf der ganzen Welt meine Literatur lesen, also Weltliteratur. So schnell, so einfach habe ich mir das im Traum nicht ausgemalt, zudem in so bunten Farben. Und ehrlich gesagt, in dieser Fremdsprache ergeben meine Texte doch auch einen Sinn. Ich empfinde das sehr stark. Ich schreibe keine sinnlose Literatur, wenn ich meine Texte richtig verstehe.

Die Schwierigkeiten, die sich ergeben

Selbstverständlich lebe ich in Gräfelfing in würdigen Verhältnissen. Wenn, wie heute morgen, die Vögel ihr Konzert anstimmen, dann sind das große Momente. Um 5 Uhr in der Frühe. Den Glücklichen schlägt keine Stunde.

Nein, Gräfelfing bietet vieles, was der Mensch zum Leben benötigt: Bäckereien, drei Metzger, Obst und Gemüse, Sparkasse, Bekleidung, aber kein Schuhgeschäft. Ein Kino, eine Gemeindebücherei, Schulen, ein Rathaus, Sportvereine, Ärzte und Physiotherapeuten. Es bietet kein prickelndes Nachtleben, wohl aber eine Pizzeria und Restaurants mit thailändischer, vietnamesischer, chinesischer und heimischer Küche. Ein Gewerbegebiet. Einmal im Jahr ein Straßenfest. Man wird in Gräfelfing langsamer alt. Außerdem gibt es nicht nur mich als Wortakrobaten und kommenden Weltliteraturschriftsteller, sondern ebenfalls auch Faltsch Wagoni, deren Programm man sich bei nächster sich bietender Gelegenheit mal anschauen sollte. So klein ist Gräfelfing nicht. Einige über die Landesgrenze von Bayern bekannte Schauspieler und Schlagersänger leben hier in ebenfalls würdigen Verhältnissen. Ich traf sie beim Friseur, vor der Post, vor dem Drogeriemarkt.

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Schauspieler, der nicht in Gräfelfing gelebt hat

Es ist vielleicht eher der Name, Gräfelfing, der weniges oder nichts assoziiert mit mondänem Leben. Hier fließt nicht die Seine, hier fließt die Würm. Das Oktoberfest findet einige Kilometer weiter statt. Gräfelfing ist ein ruhiger Ort, ohne Theaterleben, aufregenden Konzertdarbietungen oder anderen groß angesagten Vergnügungen. Es liegt so da in der Landschaft, durchzogen von Autobahnstraßen und waldreichen Gebieten. Es ist die selbe Sonne in Gräfelfing, der selbe Mond und die Sterne, die die Menschheit auf der ganzen Welt begleiten bei ihren erfreulichen und verhängnisvollen Taten. Nur heißt dieser Ort nicht Bombay, Greenwich Village, Nürnberg oder San Franzisko. Aber vom menschlichen Standpunkt betrachtet, sind die Bedürfnisse hier nicht anderes als anderswo. Jedenfalls gehe ich davon aus. Hunger und Durst und das Verlangen nach Liebe sind hier ebenso ausgeprägt, wie 1200 oder 3500 Kilometer weiter entfernt.

Reissuppe und Hopfentee

Ich weiß nicht, wie ich jetzt drauf komme, aber ich finde es merkwürdig, von der Tullus Alpha 11 über das W-LAN-Kabel 104.5 Mhz ganz einfach Weltliteratur ins Universum zu hacken. So was kann man eigentlich nicht machen, wenn man klar bei Verstand ist. Doch ich hatte mir etwas vom Brathühnchen runtergezupft, in den Topf mit dem Reis noch etwas Gemüsebrühe zugekippt, alles noch einmal ordentlich aufgekocht und begann anschließend ziemlich zu schwitzen.

Natürlich ist es enervierend, es kratzt innerlich ziemlich auf, zerwühlt den Menschen, wie er ein Kopfkissen in der Nacht immer wieder zurechtklopft usw., wenn er mit der ehrenvollen Absicht antritt, endlich das zu tun, was ihm seit 50 Jahren immer mißlungen ist, resp. ihm auch noch die Häme seiner Mitmenschen eingebracht hat, endlich endlich Weltliteratur zu schreiben. Unterm Strich bin ich also heute auf dem Weg an den Garagen entlang und fühlte mich wie Gottfried Keller. Nur würde ich nicht über die „Leute von Seldwyla“ schreiben, sondern über die „Leute von Gräfelfing“, und das wahrscheinlich auch nur über ein paar Leute.

Die Schwierigkeit ist, daß ich nicht in einem Vorort von Amerika lebe, den Bronx, Staten Island, Albuquerque oder Highland Mountains, diese Ortsnamen strahlen so etwas wie große Welt aus. Wenn man dort seinen Hintern aus dem Bett hebt, dann denkt jeder, gleich passiert etwas rasantes, aufregendes. Wenn man in Gräfelfing die Augen öffnet, dann ist der Tag recht überschaulich, man spült ab, bügelt die Hemden, geht zum Kaisers oder Tengelmann, kümmert sich um dies und das, aber das alles ist so langweilig, daß es schon einer blühenden Phantasie bedarf, den Leser allmorgendlich mit auf die Reise zu nehmen, und sei es nur auf einen Tagesausflug ins nahegelegene München, wo wiederum aber auch nur da etwas Spannendes passiert, wo man gerade selbst nicht ist. So kommt mir das vor.

Gräfelfing, gardencity Gräfelfing, es fehlt der große Schwung, den Roberto Blanco besungen hat in: „Ich komm zurück nach Amarillo“, eben Amarillo, wo vormittags strahlende Frauen ihre Gesichter in den Fenstern zeigen, sie in blütenweißen Leinenkleidern vor der Tür stehen, um die Katzen zu begrüßen, die sauber geputzt aufs Mäuerchen springen, wo die Männer im Vorbeigehen die Strohhüte zum Gruße ziehen, und ihre faltigen Gesichter und knorrigen Hände von einem tätigen Leben zeugen. Wo am Abend die spanische Gitarre erklingt und Conzuela die Castagnetten in das Mondlicht hängt, während ihr Rock gemäß den Gesetzen der Fliehkraft wirbelt im schummrigen Licht der Spelunke und für abendlichen Zuspruch sorgt, und ihre schlanken Fesseln den Feldarbeitern die rechte Kühlung noch verspricht, so ist das in Gräfelfing alles nur schwer zu finden. Es reichen am Abend zwei Tassen Hopfentee.

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Conzuelas schöner Fuß

Drei Teller sind ein voller Magen

Auf den ersten Teller folgte ein zweiter, ein dritter. Etwas von dem Reis blieb noch übrig, für den nächsten Tag, für eine Suppe.sonntagsmenue.jpg Doch was da Leckeres auf dem Gasherd in den Töpfen und in der Pfanne schmorte, das war zum einen eben der Reis, der ca. 15 Minuten brauchte, zum anderen ein 1,5m x 0,75m großes Putenschnitzelstück, angebraten mit Zwiebeln, ah, und Olivenöl, und, jawohl, frischen Champingnons, worauf dann noch Sahne kam und zu guter letzt Peterlesilie. In dem großen Topf schmorte über kleiner Flamme im Olivenöl eine Zucchini und Zwiebeln und Chamignons. Was für ein Duft! vorbereitung.jpg

Es war ganz klar, schon von vornherein, das Ziel war, schön satt in den Seilen zu hängen. Wobei die Wirkung dieses köstlichen Mahls wieder etwas gemildert wurde durch einen Kaffee, der den Namen verdient. Wie immer dann der Sonntag sich gestaltet hat, ob wir lediglich über Sex dann gesprochen, oder es denn doch gleich getan haben, da bleibt der Öffentlichkeit Raum für Spekulation. Jedenfalls, und das weiß ich noch wie gestern, nach einer Zeit der Besinnungslosigkeit, es schien die Sonne so mächtig im Februar, wie ich sie erst für den Mai erwartet habe. So prachtvoll und warm, daß gerad an diesem Tag der Verrückheit keine Grenzen zu setzten zu scheinen in der Lage gewesen zu sein war, so außer Rand und Band war auch meine innere Natur von Beginn des Tages weg bis hin zum Schließen der Augen in der Position des horizontal Hingestreckten, so war das gewesen. Der gedeckte Tisch, so wie wir ihn vorgefunden haben, und wie uns dieses Mahl den Ranzen füllte, der aber nun unbedingt hier in seiner verführerischen Anmut und Stärke:

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Eine Vereinbarung

„Das Leben geht weiter. Aber, und jetzt kommt’s, die Vereinbarung, die ich mit mir geschlossen habe, sie führt mich in eine annehmbare Welt. Alles zielt darauf ab, gelassen und mit frohem Sinn den Tag zu meistern.“

Nur für Heute

1. Nur für heute will ich versuchen, nur diesen einen Tag zu durchleben. Will nicht sofort das ganze Problem, das in meinem Leben aufgetaucht ist, bewältigen. Ich kann 24 Stunden lang etwas tun, vor dem ich mich erschrecken würde, sollte ich ein Leben lang es tun müssen.

2. Nur für heute will ich glücklich sein. Die meisten Leute sind so glücklich, wie sie es wirklich sein wollen.

3. Nur für heute will ich mich nach den Tatsachen richten und nicht versuchen, alles nach meinen Wünschen auszurichten. Ich will mein Glück nehmen, wie es gerade kommt, und mich danach richten.

4. Nur für heute will ich versuchen, meinen Geist zu stärken. Will lernen und etwas Nützliches tun. Ich will etwas lesen, was Mühe macht, was mich zum Nachdenken und zur Konzentration zwingt.

5. Nur für heute will ich meine Seele auf drei Arten üben:

  • Will jemandem einen guten Dienst erweisen, ohne daß der Betroffene etwas merkt.
  • Sollte er es erfahren, so zählt dieser Dienst nicht.
  • Ich will mindestens zwei Dinge tun, die ich nicht tun mag, nur um mich zu prüfen.
  • Sollten meine Gefühle durch irgend etwas verletzt sein, so will ich es keinem merken lassen.

6. Nur für heute will ich angenehm wirken. Will so gut wie möglich aussehen, mich adrett und sauber kleiden, leise sprechen und höflich handeln. Will keinen anderen verbessern oder kritisieren, nur mich selbst.

7. Nur für heute soll mein Programm feststehen. Ich brauche es nicht genau zu befolgen. Vor zwei Übeln will ich mich in acht nehmen: Hast und Unentschlossenheit.

8. Nur für heute will ich meine ruhige halbe Stunde für mich selbst haben und entspannen. In dieser halben Stunde will ich versuchen, eine bessere Sicht über mein Leben zu gewinnen.

9. Nur für heute will ich nicht ängstlich sein. Will mich nicht davor scheuen, das zu genießen, was schön ist. Will glauben, daß die Welt mir das zurückgeben wird, was ich ihr schenke.

HEUTE ist das MORGEN,
worüber wir uns GESTERN Sorgen gemacht haben.

Diese Meditation ist einem kleinen Werk entnommen,
das mir auf einem Meeting der Anonymen Alkoholiker
in die Händen fiel. Mein Dank an die AA für viele gute
und heilsame Stunden in Eurem Kreis.

Mein Dank gilt vor allem dem Blauen Kreuz und manchen seiner Therapeuten. Sie haben den Grundstein gelegt für ein Leben in über 21jähriger Abstinenz. Für ihre Hilfe bin ich unendlich dankbar.

Ein langes Leben

„Ja, wie geht’s Ihnen denn, Herr Giovanni? Weshalb sind sie zu mir gekommen?“

„Ja, ich komme wegen meiner Sehnsucht.“

„So, wegen ihrer Sehnsucht. Wie macht sich die denn bemerkbar?“

„So ein Kribbeln ist das. Und meine Worte verheddern sich wie meine Finger auf der Hanika. Und ich höre wieder Musik.“

„Und wie geht’s Ihnen dabei, mit dem Kribbeln, dem Verheddern und der Musik.“

„Prima, ich bin richtig lässig.“

„Da lassen sie mich doch mal in ihre Augen schauen und sagen sie: A.“

„Aah.“

„Der sitzt ja tief in der Brust. Ein richtiger Brustton ist das ja wohl. Bitte jetzt mal ein U, ein O, ein I, ein E.“

Giovanni stolpert sich durch die Vokale. „Konsonanten auch?“

„Bitte, keine Konsonanten. Vielleicht später. Wie sieht ihr Speiseplan aus?“

„Reichhaltig. Von Obst über Corned Beef, klare Gemüsebrühe und halbe Hühnchen, bis hin zu Tee, Kaffee, Wasser und Sonnenblumenkerne und Sultaninen, die sind gut fürs Herz.“

„Na, da werden sie ja mal der Älteste auf dem Friedhof sein.“

„Glauben sie?“

„Aber sicher. Wie sieht’s aus mit Kontakt zum anderen Geschlecht.“

„Macht mir zunehmend nix mehr aus. War heute bei Musik Lienhardt wegen der Noten. Später telefonierte ich bezüglich eines Nußbaums. Und für Dienstag habe ich einen See-Termin zugesagt.“

„Sie sollten weiterhin Kontakt halten, unbedingt, sonst geht Ihnen das Geld aus. Und wie kommen sie mit allem zurecht?“

„Ich bin sehr lässig. Ich wüßte um keine Sorgen.“

„Wie alt sind sie?“

„Ich werde bald Fünfzig.“

„Und wie fühlen sie sich so bald vor dieser runden Jahreszahl.“

„Erstaunlich, mein Herz ist ganz frei, ich bin sehr glücklich.“

„Charmant. Ich freue mich, sie so wohlauf zu sehen.“

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Ein Schmetterling

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La vita è bella

Cole Porter – Begin the Beguin

Auf dem Plattenteller Mr. Artie Shaw and his Big Band

Der Moment

Ja, sagte Giovanni, Kaffee aus den kleinen dünnwandigen Porzellantassen, was anderes geht nicht. Er hatte die Bohnen in der elektrischen Mahlmaschine zubereitet, eine Prise Salz ins Pulver getan und das sehr starke Gebräu in einer Stabkanne aufgegossen, Zucker und heiße Milch. Er freute sich wie ein Achtzehnjähriger. Dann aß er kräftig, Brot mit Butter und selbstgemachter Marmelade, Stachelbeere und schwarze Johannisbeere, Käse und ein Ei und eine Scheibe Schinken. „Es geht mir gut“, das waren seine Worte. “Ich bin in diesem Moment sehr glücklich.“  

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