Archiv für November 2008

Paolo Conte in München

18. Febr. 2009
18. Febr. 2009

Natürlich hat mir Paolo Conte Karten geschickt. Er ist ein prima Kerl. Ein großer Musiker. Er hat einige Zeilen geschrieben, daß er sich freut, mich endlich kennenzulernen. Und auch, daß er sich freut, Conzuela wiederzutreffen. Naja. Wird man sehen. Wird man sehen.

Von Gräfelfing nach Singapur

Ne schöne Jroos sääht dä Giovanni

Bekannt wie ein bunter Hund

In Gräfelfing wird es wohl niemanden geben, der den Walter nicht kennt. Wenn ich mal das Modewort Kommunikation strapazieren darf,  der Walter spricht mit jedem. Vor allen Dingen, seit der Makro-Markt in Gräfelfing nicht mehr ist, ist der Walter freiwillig sozusagen zum Fachberater avanciert. Technische Artikel, wie letztens die Espresso- und Cappuccinomaschine und der Walter hebt ab.

Walter unterwegs„Vorzugspreis, Giovanni, 499 Euro. Und ne erstklassige Crema für dich. Watt sachse? Is datt nich nen Wahnsinnspreis.“ 

„Walter, sach ich dir, gerundet 500 €, und bei 19 Cent für ein Pad und 100 Tassen Kaffee sind datt 519 Euro. Da kost’ mich dä ganze Spaß pro Pott 5,19  Euro. Bei 1000 Tassen sind datt immer noch 69 Cent, wenn ich datt richtig rechne.“

Das interessiert ihn nicht. Rechnen ist nicht seine Stärke. Für ihn funzt die Technik.  Kürzlich sah ich ihn aus dem 160er. Er, den Hintern hoch, auf einem 50 Kubik-Quad die Lochhamer Straße entlang brausen. Hinten drauf seine Werkzeugkiste. Trübe Stimmung kennt er nicht. Man tuschelt, daß er gern bei einsamen Damen sitzt und Handküsse verteilt. Aber da muß man vorsichtig sein mit dieser Behauptung. Weil, so kommunikativ der Walter auch ist. Diskretion ist ebenso seine Maxime. Heute hier und morgen dort. Sein Kumpel, der mit dem Camcorder, das ist eher so ein schräger Vogel. Laut ist der Kerl und redet wie ein Maschinengewehr. Das ist ein Gespann, der Walter und sein Kumpel.

Ich sag das jetzt so zwischendurch, weil ich darauf hingewiesen wurde, daß man mich nicht verstehen könnte. Aber mein Leben in Gräfelfing spielt sich nicht nur in Bussen und S-Bahnen ab. Ich sitze auch sehr gern bequem zuhause, und manchmal schaut der Walter rein. Wie gestern, als er mir mit wachsender Begeisterung eine wichtige Compact-Disk schmackhaft machen wollte: „Gehirn-Jogging, der letzte Schrei.“

 “Walter“, sach ich, „davon krieg ich Muskelkater.“

Absolut, ja, Walter, Wahnsinn

Die neue Kaffeemaschine

Absolut, der absolute Wahnsinn. Walter, Wahnsinn.

Der einzige, der bei mich inne Hütte reinkommt, is dä Walter. Und datt is dä Hammer. Und Warum? Weil der Walter weiß, wo der Hammer hängt. Isser heute morgen mit sone ganz supermoderne Maschine vor de Tür gestanden. Ich sach: „Walter, watt hasse denn da?“ Und er strahlt wie son Honigkuchenpferd. Er hatte noch nen Kumpel im Schlepptau und der war schon am frühen Morgen sowatt von aufgedreht, datt ich sachte: „Komm ersma nen Kaffee.“

„Lassma“, winkte dä Walter dann ab, “hamwer alles dabei, Steckdose, wo hasse die.“

„19 Cent für ne Tasse Kaffe, Wahnsinn. Absolut. Der absolute Wahnsinn, hier, kannst Du gucken, schau. Aus diesem Ausguß kommt siedend heiß und mit ner Wahnsinnscrema lecker ein Tässchen Kaffee. Absolut. Zucker, Milch, und du bist topfit.“

Sein Kollege, der redete so aufgeregt von seinem neuen Camcorder, daß ich befürchtete, daß ihm sofort einer abgeht. Absolute – sensationelle Funktionen – 12 Millionen Pixel. Multitalent. Camcorder, richtige Filme, der absolute Wahnsinn.“

„Watt is jetz’ Mpeg 4?“ fragt der Walter. 

„Datt is dä Hammer. Genauso und nich anners, datt Tolle ist, 2 Zoll, auch in Rot mit Kabelanschluß.“

Die Jungs kamen so richtig in Rage. Mehr noch das sie schrien, und so schnell. Der absolute Wahnsinn.

„Weißt du, Giovanni, und wenn dein Schnuckelchen kommt, dein Pralinchen, Boah, wird sie rufen, du und deine Küche. Ja Wahnsinn, absoluter Wahnsinn.“

Küchenatmosphäre

Küchenatmosphäre

Eine von vielen Wertstoffinseln in Gräfelfing

Wertstoffinsel
Wertstoffinsel

Es ist gut, dies zu wissen. Der Fremde muß sich informieren.

Im 160er von Pasing nach Gräfelfing

Ja, daß ich jetzt mit vollem Mund erzähle – der rote Preßsack, den ich am 17. Nov. gekauft habe, Verfallsdatum 19.11., von dem habe ich noch eine fette Scheibe und die muß, happ, jetzt weg. Wenn ich also mit Tränen in den Augen berichte, dann nicht weil mein heutiger Ausflug auf München mein Herz empfindlich gestimmt hat, noch daß mir eine Begebenheit besonders lustig vorgekommen ist, allein dem Löwensenf ist es geschuldet, der dick auf dem Preßsack mir im Giebel kitzelt.

Die Wettervorhersage für morgen sagt Schnee voraus. Diesen Bericht hat das ZDF mir durch Frau Katja Horneffer offeriert. Sie, die vor Zeiten im Morgenmagazin so manche richtige Vorhersage unters Volk gebracht hat, sie hat man rekrutiert, um mir den kalten Sturmwind und den dräuenden Schnee als ein für diese Jahreszeit normales Wetter begreiflich zu machen. Nur von ihr lasse ich mir sinkende Temperaturen und stürmische Böen gefallen. Nicht von Gunther Thiersch oder Ben Wettervogel.

Herr Doktor hatte mir subkutan mein Medikament verabreicht. Also lief ich wieder sorglos die Theatinerstraße Richtung Marienplatz und dann rechts hoch zum Stachus. Zwei Straßenmusiker, Gitarre und Kontrabaß, Gott, die armen Finger, die da steif die Saiten greifen. Die S 6, das ist klar, Verspätung. Ich stand bis Laim in der S 1, dann Umstieg in die S 5 bis Pasing. Am Pasinger Bahnhof wird gearbeitet, was das Zeugs hält (Konjunkturprogramm?). Die alte Post haben sie abgerissen. Die Bahnsteige werden erneuert. Weil ich den 160er in Lochham nicht mehr erwischen würde, bin ich also aus dem Pasinger Bahnhof raus. Um 17.55 fährt der Bus von der Haltestelle Gleichmanstraße, nahe dem Kaffeegeschäft Eilles, los. Gottseidank trug ich die dicke Cordhose, daß mir die Kälte nicht so die Beine hochkroch, wie sie den Jeansträgern blaue Lippen zeichnete. Ich besah mir bei Boneberger den gut durchgebratenen Schweinsbraten, bei Vinzenz Murr ein halbes Hähnchen, aber ich erinnerte mich des roten Preßsack und verzichtete.

Der Bus kam pünktlich. Eine Station weiter, Kaflerstraße, drängten die frierenden Menschen in den Bus. Eine recht dicke junge Frau setzte sich neben mich und telefonierte. An der Kreuzung links ab in die Lortzingstraße wird gearbeitet und die Grünphase der Ampel ist nur kurz. Ja, sagte sie, er ist sehr süß…Nein wir sind noch nicht lange zusammen…Man weiß nicht, was aus den beiden wird. Sie ist wahrscheinlich die Synchronstimme einer Darstellerin aus Sturm der Liebe, oder Samt und Seide, Schloßhotel Orth, Anna und die Liebe, Reich und Schön, Rote Rosen, Baywatch, Bezaubernde Jeannie, Wege zum Glück, Tessa – Leben für die Liebe. Diese Richtung, wo junge Menschen immer bedrückt gucken und verloren in ihren großen Wohnungen stehen. Kennt man ja.

Erfreulich, und diese Mitteilung mache ich gerne, mir gegenüber saß eine Frau und blätterte in einer Illustrierten, „Yellow Press“, so ähnlich. Und also plötzlich fiel mir ein Foto auf: Es zeigte Schorschi. Und gleichzeitig ein zwei Seiten langer Bericht über den so erfolgreichen Newcomer der Band „Chief & Administrator“, die Chris Kurbjuhn und ich gegründet haben. Himmel, das war eine wilde Zeit. Schorschi seinerzeit festgebissen in teure Sofas, aus dem Fenster des zehnten Stocks eines sündhaft teuren Hotels brennend in die Tiefe. Das kann man bei den jetzigen Wetterverhältnisse nicht machen, der Kerl holt sich den Tod.

Schorschi mit roten WLAN-Kabel

Schorschi am roten WLAN-Kabel

Knackende Knochen und müde Augen

Es muß an der Kühltheke mich erwischt haben, bzw. dann vor der Tür. Es war am Samstag. Ich hatte mich tagsüber den Finanzproblemen gewidmet, und bin erst spät am Abend, 18 Uhr, noch schnell zum Tengelmann. In den großen Tengelmann bin ich. Der kleinere hieß früher Kaisers, heute auch Tengelmann. Sie haben in dem großen, der wurde umgebaut,  derart riesige Kühltheken und Kühlinseln für frische Waren, daß sich da eigentlich nix halten dürfte an Erkältungsviren. Erst als oder wie ich wieder vor der Tür stand, und mich die 3 Grad Minus Außentemperatur ins Schwitzen brachte, da wird der Virus mir aufgelauert haben. Derart lätschert laufe ich also heute rum. Es war verdammt kalt in dem großen: offene Kühltheken, wohin das Auge reicht. Vielleicht war ich überhaupt auch schon zu empfindlich. Ich hatte mich die Tage vorher aus dem Weltgeschehen ein wenig suspendiert. Verschiedene Pflichten hatte ich nicht erledigen können. Vieles ist brüchig und verunsichert mich. Da ist man leicht das Opfer eines Virus. Heute nachmittag bin ich dann rüber zum Landmann. Die Leistungen der dortigen Kühltheken sind moderater. Ich stand in diesem Eisbärfell vor den Angeboten, zwei Päckchen roten Preßsack und eine Schinkenwurst. Alles günstiger, weil Ablaufdatum 19.11. Es  ist reine beste Bioware. Zwei Flaschen Apfelsaft und in der Löwen-Apotheke eine Packung Aspirin plus Vitamin C, weil mir die Knochen schmerzen, daß man sich wegwerfen möchte. Dennoch war ich am Samtagabend mit Frau Schöner-Fuß im Kino Im Winter ein Jahr. Der Film hat mir gefallen. Mit dem Josef Bierbichler und der Corinna Harfouch und Karoline Herfurth. Einmal im Jahr geh ich immer ins Kino. Das muß sein. Ansonsten reichen mir die Columbo-Krimis, Rio Bravo und neuerdings in meiner DVD-Sammlung Die Kaktusblüte mit Walter Matthau, Ingrid Bergmann und Goldie Hawn.

Vieles, was so läuft im Kino, habe ich schon mal mit anderen Schauspielern in einem früheren Film gesehen.  Den neuen James Bond: das ist jetzt nichts, was ich unbedingt sehen wollte, wenn ich auch das Tabac Original, das sozusagen diesen Film begleitet, als After Shave durchaus zu würdigen weiß. Man hat länger als einen Tag was davon. Und um ehrlich zu sein, es wird so viel produziert, daß man nicht genau weiß und sagen kann, was jetzt irgendwie was taugt oder nicht. Kulturell habe ich da nicht viel auf der Pfanne. Das gebe ich zu. Also gehe ich einmal im Jahr ins Kino, zusätzlich einmal ins Theater, das muß reichen als Gesprächsstoff.

Von Gräfelfing auf München

Um 13:43 Uhr habe ich den Bus genommen, den 160er, zwei Stationen bis zur Lochhamer S-Bahnstation. Bis auf München kostet’s zwei Streifen auf der Zehnerkarte, macht Hin und Zurück Vier Euro 40. Ich hatte einen Termin beim Arzt, mir meine Spritze abholen. Unter ärztlicher Aufsicht werden mir kleine Mengen eines Mittels appliziert, das mich zwar etwas benommen macht, dennoch gut drauf bringt. Sozusagen Flying high. Im Praxisvorzimmer duftete es nach gerade verzehrten Mandarinen, außerdem war die Bestuhlung im Wartezimmer neu. Bis zur Behandlung las ich Keine Posaunen vor Jericho von Finkelstein/Silbermann, Die archäologische Wahrheit über die Bibel. Interessant ist ihre Feststellung, das im Buch Genesis der Erzvater Abraham ca. 3000 v.Chr. mit Kamelen duch die Gegend gezogen ist, das Kamel aber erst ca. 1000 v.Chr. dem Menschen als Tausch- und Speditionstier zur Verfügung stand. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Der Doktor ist ein freundlicher Mann. Mein nächster Arzttermin ist kommende Woche. Ich sag: „Herr Doktor, bitte spritzen sie mir eine Tanklastzugmenge.“ Er lacht.

Ich bin dann an diesem nieseligen Novembertag noch ein Stück durch München marschiert. Am Rathaus vorbei, die Sendlinger Straße hoch, rechts in die Sonnenstraße zu Hieber-Lindberg, weil Signore Lucertole einen Gummiring für die Spinne fürs BPM-Mikro bei mir geordert hat. Man müßte so ein Teil bestellen. Also machte ich mich auf in die Kosmetikabteilung vom Karstadt oder Kaufhof. Ich weiß nicht genau, wo ich in welchem Kaufhaus war, die Droge hatte schon ihre Wirkung getan. Ich besah mir die Gummiringe, die Frauen oder die Lagerfelds für ihren Zopf hernehmen. Aber sie waren entweder zu klein, zu groß, auf jeden Fall ohne die nötige Festigkeit. Ich schwebte durch das Kaufhaus und fand mich zur großen Freude in einer Abteilung für Kurzwaren wieder. Ich lächelte ein wenig, als ich vor der bunten Garnröllchen-Präsentation der Firma Gütermann stand. Niemand drängte mich, und ich war lange nicht mehr auf München, also schnüffelte ich mich durch die Regale und fand 3m Elastic-Kordel der Firma Gold-Zack. Mit einem festen Knoten versehen, und die Sache ist geritzt. Erstaunt war ich, als ich mich umsah, das in der Abteilung sowohl konfektionierte Tischdecken als auch Rollenware einer Firma präsentiert wird, für die ich einige Jahre selbst gearbeitet hatte. Ich fragte die Verkäuferin, ob der Außendienstler D. immer noch den Shop betreut. Jaja, sagte sie. Und ich sagte, wir waren mal Kollegen.

Etwas später sah ich sie entweder im Hertie oder bei Karstadt an der Wurst- und Fleischtheke vom Vinzenz Murr vorbeilaufen. Ich hatte plötzlich Kohldampf bekommen, früher sagte man Freßflash, und mir eine Kartoffelsuppe bestellt. Ein Cola noch, weil ich doch irgendwie jetzt ziemlich fertig war von diesem Tag.  Aus der Kartoffelsuppe schmeckte ich Kohlrabi heraus. Ich setzte mich gleich nach der Entdeckung aufrecht. Ich hatte Jahre keine Kohlrabi mehr gegessen. Weil dieses Obst beim Kochen etwas gewöhnungsbedürftig riecht. Aber schmecken tut’s gut. Es war dann aber auch wirklich Zeit, daß ich nach Hause komme. Ich stieg erst garnicht in Lochham aus, weil die S 6 wieder mit Verspätung unterwegs war. Aber auch in Gräfelfing das Dilemma, entweder sah der Busfahrer die Menschen von der Bahn kommen, hielt es aber nicht für nötig, zwei Minuten zu warten, sondern fuhr ohne Fahrgäste Richtung Planegg. Oder er sah sie nicht, dann müßte man ihm die Fahrerlaubnis entziehen, wegen Blindheit. Ein ältere Dame brummelt: „Mein Gott, der muß doch gesehen haben, wie viele Menschen von der Station kommen, und er fährt einfach durch.

Mein Arzt sagte einmal: „Es gibt drei Arten von Menschen, gute, böse und Busfahrer.“

Einkaufen in Gräfelfing

Ich habs grad noch soeben geschafft, mit dem Fahrrad auf Gräfelfing zum Tengelmann schnell. In den Satteltaschen das aufgesammelte Leergut: Einen Euro Vier. Ich war hellauf überrascht, denn auf dem Ausverkaufstisch lagen sechs Schachteln Kaiser-Natron. Pro Schachtel 1,39: 5 x 50 Gramm. Und deswegen bin ich eigentlich auch los. Weil, Conzuela Schöner-Fuß hat mir ein Kilo Kaffee telefonisch avisiert, und Kaiser-Natron macht das Wasser weicher, den Kaffee und den Tee geschmacklich runder. So Sachen eben. Kaiser-Natron ist für vieles gut: Backpulver, Zahnpflege, Putzmittel, Geruchsabsorber, Weichspüler, Deodorant, als durchblutungsfördernder Badezusatz. Es ist ein schon sehr altes Hausmittel, und als Opa hat man so seine Erfahrungen und Gewohnheiten.

Wenn ich sage, gerade so geschafft, weil sich der Himmel soeben zugezogen hat, dunkel und schwer hangen tiefschwarze Wolkenschleier, meine aufmerksamen Leser wissen, was ich meine. Ich habe noch Bananen gekauft, einen Fenchel, zwei Schachteln Kekse und in der ehemaligen Metzgerei Frank, jetzt Boneberger, etwas Lamm, schon vorgewürzt. Sind gut. Hab ich schon gehabt. Dazu Zwiebeln, Nudeln, Parmesan, Eier.

„Haben sie noch ein Brot vom Vortag.“

„Es ist noch eins von gestern da.“

„Dann nehm ich das.“

Diesen Wahnsinn habe ich von Professor Brima, der am Vormittag noch kurz da war, um mir einen Kalender für 2009 auzuhändigen. Er weiß um meine Vorliebe für außergewöhnliche Autos. Zwölf Monatsseiten, hochwertig mit UV-Glanzlack veredelt, der Bugatti Veyron. Himmel, wenn man mir die Möglichkeit einräumen würde, das heißt, die Autobahnen für mich drei Tag sperrt, dann würde ich glatt doch noch einen Führerschein machen. Rauf bis nach Hamburg, retour zum Gardasee, Espresso bis zum Abwinken, im Hotel Paradiso auf der Schauderterrasse den Schweiß auf der Stirn spüren, zurück nach Gräfelfing, und die Pappe wieder der Fahrschule zurückgeben. Das ist ein Leben.

Übrigens schreibe ich seit ein paar Tagen auf einer beleuchteten Tastatur. Den Namen darf ich aus Wettbewerbsgründen nicht nennen. Eigentlich für Spieler und Zocker vorgesehen, aber viele Tastaturen sind eigentlich nur für Frauen oder Männer konzipiert, die sich die Fingernägel lackieren und sehr vorsichtig im Umgang mit Buchstaben sind. Ich tippe gerne Buchstaben. Ich packs auch sehr gerne sehr schnell mit den Buchstaben. Ich schreibe allein schon aus Liebhaberei mit zehn Fingern. Alles gelernt. Eine beleuchtete Tastatur, hellblau. So, jetzt widme ich mich meinen Lammstücken, ich glaube, es sind Filets. Aber ich konnte mir das heute leisten, weil Conzuela mir Kaffee telefonisch avisiert hat.

Amerikanische Eigenheimsiedlung

Amerikanische Eigenheimsiedlung

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