Selbstverständlich kostet es Giovanni einige Überwindung, sich der Welt so zu präsentieren. Halbnackt und in kurzen Hosen.
„Es ist bedrückend“, so formulierte er, „ein Mann in der Blüte seiner Jahre, und allmählich schwinden die Kräfte.“
Dr. Walter Freund hatte ein Rezept ausgestellt, einen Therapieplan entwickelt. Täglich an die fünf Stunden nun, und das seit einigen Wochen schon, stakst Giovanni im Gesundheitsbrunnen von Todtmoos.
„Das Wasser“, und Giovanni deutet es mit einer Bewegung von Daumen und Zeigefinger, „ist so kalt.“
Wir lachen uns kaputt, wenn er mit steifen Beinen aus dem Brunnen wackelt.
„Lacht ihr nur! Lachen ist die beste Medizin. Ich weiß. Ich weiß.“
Er hat speziell ein Wanderliedchen eingeübt auf seiner Hanika. Auch die Musik ist ein Therapeutikum, mit Nebenwirkungen für unser Ohr. Begleiten Sie diesen tapferen Mann auf seinem fünfstündigen Marsch durch den Gesundheitsbrunnen von Todtmoos.
Entschuldigen wollen wir uns bei unseren treuen wohlwollenden Lesern für die temporäre Abwesenheit. Ein durchschmortes Kabel in der CPU. Wer kennt das nicht.

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