Das zweite Spiel der Vorrunde gegen Mechiko, eine Abwehrschlacht von unserer Seite. Wie die Stiere rannten Toledo, Rosario, Reginaldo, Sanchez, Moskito und Martinez auf unsere Verteidigung los, ohne Verstand, bald kopflos. Bis zur 85. Minute, da sank die Resignation in ihre Knochen. Kiffer Kamel war in diesem Spiel insgesamt unglaubliche 350 Meter gelaufen. Er setzte in der 84. Min. zu einem Sprint über 4 Meter an, zirkelte den Ball mit dem Außenrist auf seinen Bruder Rasta Kamel, der auf diesen Befreiungsschlag gewartet hatte. Mit einem Lupfer überlistete er Torwart Cantate. Volley landet der Ball im Netz.
Jonny Nederland hängte sich vor Freude an der Latte seines Tores auf. Die gesamte mit gelb vorbestrafte Hintermannschaft sank ins grüne Gras. Schiedsrichter Wuateng schien vom Mars zu kommen. Er verhängte Gelbe Karten am Laufenden Band, an unsere Leute, weil sie ab und zu in den Nacken hacken, wie seinerzeit der Weltkeeper Oliver Ruder-Boot. Und Langes Bein, das war glatter Unsinn, wenn man unsere kurzbeinigen Terrier mal live erlebt hat, Kurti Hack und Werner Pick, Heck, Tock und Struck. Selbst wenn sie ihre Haxen ausfahren bis Maximum, niemals formte sich daraus ein Langes Bein. Davon kann keine Rede sein.
Kiffer Kamel ließ sich auf Meter 320 im Straufraum fallen, der Schwalbenkönig. Mit Wucht und Vehemenz landete der Elfer durch Willi Wau in den Maschen. In der 89. Min. Die letzten 30 Meter auf dem Konto von Kiffer war dann der Abgang in die Umkleidekabine. Die Recklinghausen war zufrieden. Vor dem Stadion versammelten sich die ganzen MTV-Girls, schick in Hot-Pants, mit bunten Haaren und sangen: Sexy, we are the Hot-Girls. Rasta und Kiffer Kamel mit Bienenwachs im Haar, sie tanzten mit den MTV-Girls. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Achtelfinale.

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