Archiv der Kategorie 'Raketengerede'

Auf in den 1. Mai

Selbstverständlich haben wir unseren Hausdichter T. Bier zum 1. Mai darum gebeten, ein paar Worte zu verfassen. Denn dieser Tag ist ja nicht nur ein kämpferischer, auch ein stimmungsvoller und mitunter freudiger. Dichtete noch Achim von Arnim O süßer Mai, der Strom ist frei, ich steh verschlossen, mein Aug verdrossen…; da konterte Heinrich Heine:

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

Robert Schumann hat’s dann vertont. Ich komme also zu spät. Doch hoffe ich, daß meine Indianertochter mir das nachsieht. T. Bier soll dann heute auch noch ein Mai-Gedicht schreiben. Das paßt dann. Überraschend erhielt ich heute eine Einladung in den Hanika-Kreis. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich bin jetzt der Youngster und gegen die versierten Hanikaristen noch ein unbeschriebenes Blatt, aber um mit Goethes Torquato Tasso zu antworten: „Es bildet sich ein Talent in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt.“

Und deswegen bin heute auch zuhause geblieben. In Riem liefen zwar die Galopper, am Münchner Rathaus war natürlich auch der Bär los, Politik usw., Wirtschaftskrise usw., und mit höchsten Zweifeln vielleicht, kann man das, was gerade in dieser Richtung abgeht, als Chance begreifen. Doch auch dies wieder als Floskel  hin- und runtergebetet; denn solange im Fernsehen noch zur besten Mittagsstunde bronchialkranke und  hustende Wahrsagerrinnen liebeskummergebeutelten Damen deren Schicksal aus den Karten lesen, ein ziegenbärtiger Jungmann die Glaskugel befragt, barbusige Lillys dem Anrufer 150 Euro versprechen, wenn sie denn eine Automarke wüßten, wo drin ein A vorkommen tut, das, Mann und Frau in Studiobetten verträumt die neue Kollektion der von beiden Seiten benutzbaren Microfaserbettwäsche anpreisen; solange das alles so weitergeht, bzw. die hochwertige Schmuckkollektion von LOLA MISOURI gleich schon ausverkauft ist; solange die besten Hollywood-Filme dann ausgestrahlt werden, wenn ich müde und matt darniederliege, so ahnungslos will ich nicht tun und so naiv mein ganzer Lebensentwurf auch anmutet, aber solange geh ich nirgendwo hin. Außer innen Wald.

Eine Entschuldigung

Ich habe mich wieder beruhigt. Aber dieser James Bond – ich verstehe nicht, wie man sich solche Geschichten gerade ausdenken kann. Ich erinnere mich, wie er auf der Flucht aus einem Schloß plötzlich an einer Leine zieht, einen Helm auf dem Kopf, und er, den Schüssen seiner Verfolger entkommend, hoch hinaus in die Luft fliegt. Dann aber punktgenau an einem bereitgestellten Wagen landet, wo eine Frau auf ihn wartet und es dann zu einer wilden Verfolgungsjagd kommt, er aber weiter in diesem völlig demolierten Auto von Ankara  bis nach Monte Carlo brettert, während seine Widersacher mit Pistolen, Gewehren und Kanonen den gesamten Erdball sprengen. James, James Bond, steigt unbeschadet aus und macht schon Miss Moneypenny haltlose Komplimente, und Dr. No hockt in seinem Unterwasserdomizil, züchtet Raubtierfische und krault einer weißen Katze das weichduftende Fell. Das paßt einfach nicht zusammen. Auch, zugegeben ein glücklicher Umstand für Bond, James Bond, als er gefesselt auf einem Tisch liegt, er durch einen Laserstrahl halbiert werden soll, was aber wieder nicht gelingt, so wenig, wie der Gnom mit der Mistforke, weil von seinem Boss zurückgepfiffen, als er Bond den Dreizack applizieren will für den Gyros-Grill. Dann aber, und das muß man sich vorstellen, er eine ganze Kung Fu Niederlassung aufhält, aber das wohl aber ehrlicherweise doch nur, weil ihm zwei junge Frauen zu Hilfe eilen, schon ja, das ist glaubwürdig, weil die schlicht viel gelenkiger sind, als der hüftsteife, immer lässig dahinquatschende Bond, James Bond, der nicht im Ansatz auch nur das Format von Signore Tasso Golddachs Dorato besitzt, diesem aufrichtigen Mann der Silberspitzbewegung.

 
Seit ich des Suchens müde ward, erlernte ich das Finden.
Seit mir ein Wind hielt Widerpart, segle ich mit allen Winden.

 Nietzsche

Ein Aufschneider und Angeber

Also habe ich mir gestern im Bayerischen Fernsehen diese Dokumentarfilme angesehen. Alles ist unglaubwürdig, nichts erscheint mir wahr, nicht nur auch einen Deut. Diese Verfolgungsjagden durch orientalische Basare, auch diese erotischen Details mit russischen Agentinnen, das alles ist doch erstunken und erlogen. Nie sieht man ihn eine Buchseite umschlagen, noch studieren, aber er kennt sich aus mit atomarer Technik, der Wirkweise von Giften und den Strömen des atlantischen Ozeans. Wer soll das widerspruchslos hinnehmen, wenn er sich mit einem Dutzend abgedrehter Unterweltsbanausen ein paar üble Faustkämpfe liefert und zwei halbe Stunden später Miss Octopussy ein Schäferstündchen offeriert, dann aber im Galopp den Ganoven Zoran, der der dümmste aller Gauner und Bankrotteure ist – nee komm, vergiß es, als er dann noch kunstfertig am Dach eines fahrenden Zuges hängend den krummnasigen Messerstecher aus dem Zirkus rasiert, während er im nächsten Augenblick in weißem Sacko und schwarzer Fliege am glitzernden Pool der biestigen Miss Stacey Sutton den Hof macht, um dann doch im Bett der unattraktiven May Day zu landen. Dieser Mann ist unehrlicher als alle korrupten Politiker und Bankiers zusammen. Ein Aufschneider aus Wattenscheid.

„Mein Name ist Bond. James Bond.“

„Du bist ein Angeber, du Arsch.“

Aber es gibt, Gottseidank, noch ein paar ganz ehrliche Leute. 

Freitags an die Uni

Freitags gehts nach Freiburg an die Uni, proforma. Meist hänge ich mit Conzuela in der Lingerie-Abteilung vom Breuninger herum. „Ist schick“, sage ich, mehr nicht, dann gehts Richtung Markthallen, wo wir was Essen und Trinken. Meist ist es dann 15 Uhr und meine Vorlesung bereits gelaufen, wenn ich mich nicht beeile. Aber dafür rumpelts im Magen zu doll, und einen Espresso habe ich auch noch nicht getrunken. Ich schreibe neuerdings meine Mitteilungen in das GPS-System, das Conzuela in ihr Auto hat einbauen lassen. Mein Eintrag klingt jetzt ein wenig durcheinander, aber so geht es mir immer, wenn ich an der Uni vorbeikomme, wo ich eigentlich sitzen sollte. Aber ich sagte ja, die intellektuellen Ausflüge, ich werde das Semester im nächsten Jahr wiederholen müssen, dann doch zielstrebiger ran.

Bratwurst am Dom
Bratwurst am Dom

Es gibt später noch eine Bratwurst am Dom. Eine klassische Bratwurst. Sie macht richtig Durst, doch in Freiburg begegnet man mittlerweile dem öffentlich schwadronierenden Trinken alkoholischer Getränke mit drastischen Mitteln. Ich bin genügsam, Wasser reicht. Conzuela steht auf so Ingwer/Ginger-Limonade ohne Zucker. Ich steh auf Conzuela, und am Abend dann in meiner Höhle, – die Welt. Die Welt ist verschieden, mal so mal so. So ungefähr. Und Kierkegaard werde ich vielleicht später noch verstehen. Gott, ich hoffe, ich trete nicht schon wieder ins Fettnäpfchen. Zerkleinert und in einem hellen Pappkarton serviert, Tomatenketchup und Currypulver drauf, ein echtes Kraftfutter und ein Gutelaunemacher.  Man fühlt sich fast wie zuhause im Ruhrgebiet.

Die Merlo-Tomate

Conzuela, das dürfte klar sein nach meinen letzten Reisebeschreibungen, ist aus Italien wieder zurück. Sing a Song in the Wind studiert jetzt Gesang und ist Sparring-Partner auf der Galopp-Rennbahn in Mailand. Ich bin darüber natürlich sehr glücklich. Die Italiener hätten ihn auch wettkampfmäßig die 2000m galoppieren lassen, sie sind da nicht so, aber mein guter Pronto wird sich professionell der Musik widmen.

Frühstücksbuffet

Frühstücksbuffet

Conzuela hat noch die Früchte eingefahren, die die Merlos auf meinem Balkonplatz in Vernazza hinterlassen haben. Die kleinen, süß schmeckenden und bißfesten Tomätchen unterscheiden sich sehr von der beliebten holländischen Lufttomate, eben durch ein Mehr an Geschmack. Die Merlos haben an den Pflanzen echte Wunder gewirkt. Ein Geschenk an mich, der mit großem Engagement und Einfühlsvermögen das Heranwachsen der Merlokleinen überwachte. Naja, ein wenig gehe ich stolz umher, und wenn ich an der Kasse vom Tengelmann stehe, dann in der für alle sofort erkennbaren Position und Klarheit, daß sie gleich wissen und tuscheln: „Der Mann hat heute abend noch Sex.“ Ich stehe an der Kasse wie jemand, dem man ansieht, daß er am Abend noch SEX hat. Gott, die Kassiererinnen himmeln mich an. Naja, ist doch gut!

Ich habe das mit dem Sex jetzt gut geregelt. Viel habe ich bisher da nichts durchdringen lassen, aus Scham, ja grundsätzlich bin ich ein verlegener Mensch. Aber jetzt, wo alles so wunderbar geklappt hat, kann ich mein Heu einfahren, daß heißt auch, sobald sich die Gelegenheit ergibt, lasse ich sie nicht ungenutzt und habe SEX. Ist doch cool. Ich habe mit den Leuten gesprochen, überall, an den Straßenecken, auf der Piazza del Torro, im Hinterland, in den Büro- und Verwaltungsgebäuden, an Flußufern, in stillen Winkeln, in den Bars und Peepshows, beim Pferderennen, während des Beischlafs. Überall hat man mir gesagt, daß sie von nichts anderem Träumen, als von einem Sechser im Lotto, dem Gewinn einer hochdotierten Dreierwette mit anschließendem Sexualverkehr. Ja bitte, so will ich es halten. Auch wenn ich kein Lotto spiele. Einzig Swoboda, den ich in Todtmoos im Gefängnis besucht habe – sie wissen, wegen des unter Alkoholeinfluß krummgefahrenen Ortseingangsschildes -, um ein Gnadengesuch für ihn zu erwirken, er kann mit all dem, was ich bisher zu sagen hatte, nicht das geringste anfangen. Er sitzt auf seinem Büßerbänkchen, wie jemand, der am Abend keinen Sex haben wird. Schade.

Der Gefängnismensch Swoboda

Der Gefängnismensch Swoboda

Kurze Antwort an Finger

Ohne Wort

Die 1 Millionen Spende

Signore,

es ist soweit, der SPD-Vorsitzende Kurt Beck läßt das Wahlvolk unterrichten, daß er bereit sei, gegen eine Spende von 1 Mio, das, was er Bart nennt, abzunehmen. Formidabel. Sollte einer der potentiellen Geldgeber für diese Großtat die entsprechende Summe locker machen, könnte unzweifelhaft an anderer Stelle ein wenig Not gelindert werden. So weit, so löblich. Sicherlich nicht ganz gefahrlos für die Klientel der Reichen, denn wenn denn dann mehr als 50 % des aufgerufenen Wahlvolkes, aufgrund des vermutlich entstehenden Sympathiezuwachses, bei der nächsten Wahl plötzlich die SPD wählen, könnte es ja durchaus sein, daß ihnen Beck kraft Steuergesetzgebung den ein oder anderen Euro zusätzlich noch aus der Tasche zieht. Da würde die Spende nach Hinten losgehen, die SPD die Geschicke des Landes die nächsten 100 Jahre gestalten, also der Supergau.

Die Rasurprozedur, von den Männern aus dem Nassrasurforum meist in aller Stille und Abgeschiedenheit im Bad vollzogen, die Beck’sche, wünsche ich mir, sollte öffentlich stattfinden, in den Straßen Berlins oder beispielhaft aus dem Geschäftslokal von The Different Scent, da erhält Kurt Beck gleich einen Überblick über ein exklusives Sortiment, eine schöne Angelegenheit.

Der Merkur 37 C, wegen seiner Torsion für Kinderhände etwas riskant, zu diesem würde ich ihm nicht raten, eher zum 500er Progress oder 33 C, vielleicht auch zum Rasiermesser, da könnte ich mir vorstellen, das Angela Merkel mit Spaß und Freud die Rasur übernehmen würde. Eine wunderbar pflegende Rasiercreme ist die Tabula Rasa, ohne Zweifel ein sehr gutes Produkt. Mit einem schönen Silberspitz läßt sich aus ihr ein warmer, cremiger, – oh Wonne, oh Lust -, Schaum schlagen, so wie ihn Männer seit vielen Generationen lieben.

Ist der Mann Kurt B.?

In der SPD ist immer was los.

Alarm – Giovanni

Lieber Giovanni,

heute wurde uns eine Aufnahme zugespielt, die vermutlich auf das Konto von Swoboda geht. Willst Du rechtlich dagegen vorgehen?

Es handelt sich um einen Mitschnitt vom 11.11.2007, der Dich angekränkelt im Substanz zeigt.

Beste Grüße
Achim

 

Postfach: Dachsberg evtl. Todtmoos

Lieber Giovanni,
vielen Dank für Deinen begeisterten Bericht aus dem Blackwood Forest. Es freut uns, Dich derart vital in Bewegung zu wissen, schön. Das Heilklima wird Dir gut tun. Die körperlich anstrengende Tätigkeit Dich auf gute Gedanken bringen.
Wir sind Deinem Ratschlag gefolgt und haben die Verbrennungsrohre entlüftet. Anschließend sind wir sehr glatt und rund eine wunderbare Acht geflogen, ohne Stottern, Ruckeln oder Zuckeln. Fantastisch.Raketenrohre. entlüftet Überhaupt ist jetzt eine günstige Zeit das Raumschiff wieder auf Vordermann zu bringen: Frühjahrsputz. Wir danken Dir übrigens für den dichten Roßhaarbesen, wir sind sehr mit ihm zufrieden. Außerdem hatten wir sehr nette Hilfe an Bord. Das wir Damen auf die Tullus alpha 11 einladen, Du weißt, so einfach ist das nicht. Aber wie sie, und den Namen wollen wir tunlichst verschweigen, den Qualitätsbesen noch mit der bunten Schleife umwickelt im Bistro vorfand, fegte sie die letzten Krümel Deines Gönners und Freundes Golddachs zusammen.Golddachs\' Krümel
Über die Entwicklung Deines neuen eizeitlichen Kameraden erwarten wir natürlich bald weitere Ausführungen, einen solchen Schlag hat bisher noch keiner hingelegt. Selbst der Ötzi kann sich nicht auf eine solche Popularität berufen, und das Du den alten Jungen wieder zum Kacken gebracht hast: Respekt. Unser aller Respekt. Wir freuen uns schon auf Fotos von ihm. Wir dürfen mit diesen rechnen?

Schau bitte mal auf das Glas, in dem der von Dir verzehrte Apfelmus sein ruhiges Leben hatte. Ich vermute, Du bist Opfer einer Verwechslung geworden, die Konsistenz und Farbe Deines Nachtisches zulassen. Jedenfalls ist das von Dir abgebildete Produkt unzweifelhaft ein probates Mittel gegen verstopfte Nasen, förderlich sicherlich sowohl für gute Momente als auch melancholische Anwandlungen. Hier gabs heute Rotkohl, jaja, ganz richtig, Blaukraut. Aus dem Glas, bereits vorgewürzt, wirklich gut.

Hörmal, Deine sehr heftige Gemütsbewegung, ausgelöst durch die reizende Indianertochter, geh ihr nach. Wenn sie Dich im positiven Sinn Mann sein läßt, geh dem Wink mit der Zeitung nach. Mach ihr vom Herzen kommende Komplimente, nimm ihre Hand, ihren Fuß, sag ein paar nette Worte, leg etwas Musik auf – von Musik verstehst Du doch was -, akzeptiere, wenn sie sich Dir nähert, wenn sie unanständige Wünsche äußert. Rede nicht zu viel, antworte überlegt, Dein Herz laß sprechen. Dann nimm sie. Giovanni. Robin. Große Tage, Junge, große Stunden.

Ich grüße Dich von Robert sehr herzlich.

Dein

Achim

„Hören sie mal“

„Hören sie mal, hier Deschön, hören sie? Wer ist denn da jetzt am anderen Ende am Apparat?“

„Robert Ragun.“

„Robert, ich grüße sie. Ich grüße sie, Robert. Bitte, eine kleine Bitte, die sie mir sicherlich erfüllen können. Hören sie, die Menschheit interessiert es nun einmal, und ich finde, sie hat ein gewisses Recht, zu erfahren, was los ist, wohin die Reise geht. Und ich möchte ihnen meine Unterstützung zusagen, aber ich benötige noch einige Informationen, daß wir diese junge Liebesgeschichte zwischen Frau Conzuela Schöner-Fuß und Giovanni, daß wir da mit ein paar wenigen Details zunächst, ja, einfach mal was durchstarten. Denn die Wahrheit, und bei der wollen wir bleiben, die Wahrheit ist doch: ‘Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.’ Das hat bis heute keiner bestritten, und wenn er vernünftig ist und sich keinen weiteren Ärger einfangen will, dann wird jeder diese Wahrheit bestätigen.

Ihre Ergebnisse, die die moderne Wissenschaft in vielen Belangen einen großen Schritt nach vorn gebracht hat, die kommen nicht von ungefähr, wenn ich das mal so sagen darf. Der Einfluß von Frau Schöner-Fuß ist doch unbestreitbar. Eine Indianerin, hören wir aus den Gazetten und Magazinen, sei sie, einem Stamm angehörend, der in den dunklen Wäldern des Blackwood Forest beheimatet ist. Robert, können sie diese Meldung bestätigen? Der Fotograf der Illustrierten „Bunte Vielfalt“ hat uns ein Foto reingereicht, das er im vorüberhuschen geschossen hat. Er behauptet, sein Name ist Swoboda, er habe es von einem Weltraumgleiter aus gemacht und zeigt die schöne Conzuela am Fenster Ihrer Tullus alpha 11. Per W-LAN-Kabel habe ich diese Ablichtung an sie geschickt, zwecks Bestätigung. Robert, sie brauchen unser Gespräch gegenüber Giovanni nicht erwähnen. Es bleibt alles unter uns. Bedenken sie, das Damenmagazin „Die lebenslustige Frau“ und das Managermagazin „Über den Wolken“, sie bereiten für ihre bevorstehenden Ausgaben eine große Reportage vor. Wir könnten uns da gut reinhängen, wenn wir nur mehr wüßten.

Giovanni gehört zur interessanten Welt. ist_sie_das.jpgIch denke, sie verstehen was ich meine. Wo kommt sie her? Was hat sie bisher getan? Welche Ambitionen hat sie? Wo kauft sie ein? Achtet sie auf Giovannis ausgewogene Ernährung? Verstehen sie, die ganze erst-, zweit- und drittklassige Pomiszene vergeht vor Neid und Eifersucht. Wir würden das gern ein wenig anheizen. Ein paar hunderttausend Euros für ein paar gewisse indiskrete Informationen für sie hängen schon drin. Seien sie nicht päpstlicher als der Papst. Die Menschen brauchen Vorbilder, Identifikationsfiguren. Leuten, denen das Wasser bis zum Hals steht, gibt es in unserem Universum zuhauf. Das wissen wir. Und gerade deswegen ist es so wichtig, den Menschen mitzutteilen, wie wichtig es ist, früh aufzustehen, ordentlich durchzustarten, um den Miesepetern mal deutlich zu sagen, daß nach Sonnenschein nicht notwendigerweise Regen fällt. Das ist Quatsch. Einer dieser Allgemeinplätze, über die keiner mehr ins Grübeln gerät.

Robert, wir brauchen mehr Informationen. Hören Sie? Sind sie noch da?“

Nächste Seite »