Archiv der Kategorie 'Sternschnuppen'
Erwin Grosche
Der Verkleidungs- und Travestiekünstler, Maler, Fotograf, Sänger, Stuntman und Schauspieler, Steinmetz, Bildhauer, Category Management Berater und bekannt als die Münchner Stimme für alle Bus-, U- und S-Bahnlinien, in einem Wort, der Multisensationalist Schorschi inspiziert vor seinem atemlosen Sprung aus dem Hotel Electric in Marrakech die Straßenlage. Festgebissen in ein brennendes Sofa wird er zum letzten mal diesen Sprung der Öffentlichkeit vorstellen. Die Copyright Rechte liegen bei Frau Schöner-Fuß.

In schwindelnder Höhe
An Charles M. Schulz sei erinnert
Wie sehr ich den Frühling herbeigesehnt hatte: jetzt, wo er da ist, ist gut, daß er da ist. Zwar wache ich morgens mit einem linken Säuferauge auf, das sich nur schwer öffnen läßt, und ich sehe den ganzen Tag so aus, als würde ich Alkohol rund um die Uhr nachkippen, aber es sind lediglich die Pollen der Birke, Eiche, Weide und Hainbuche, die mich schwächen. Ich lasse die Fenster und die Balkontüre geschlossen, auch Nachts. Wenn ich vor die Tür gehe, setzte ich eine sogenannte Hasskappe auf, so jedenfalls nennt mein Bruder Tancredi diese Schirmcaps, das sich die Pollen nicht so in den Haaren verfangen und ich meine Matte vor dem Zubettgehen immer erst waschen muß.
Seit 14 Tagen meine Therapie am Abend Die Kaktusblüte mit Walter Matthau und Ingrid Bergmann an. Ich liebe die Musik der Anfangsszene. Ein grandioser Film, die Schauspieler alle große Klasse. Harvey Greenfield (Jack Weston) , wie er im Zahnarztstuhl hockt und Dr. Julian Winston (Walter Matthau) ihn unter voller Hochspannung hält, wegen dieser Stewardeß und er kriegt die Story häppchenweise, homöopathisch; wieder zurück zur Szene, wo der junge Dichter Igor Sullivan (Rick Lenz) die enttäuschte Toni Simmons (Goldie Hawn) vor dem Selbstmord rettet, wie er das Gas abdreht und an der mit vielen Schlössern versehenen Tür ruckelt und zieht und noch ein Schloß und endlich. Ingrid Bergman, Seargent Stephanie Dickinson, was für eine Schauspielerin.
Fernandel – Les gens riaient
Veröffentlicht April 3, 2009 Sternschnuppen Hinterlasse einen Kommentar
Das Silvester-Konzert in Gräfelfing
Veröffentlicht Dezember 31, 2008 Gräfelfing , Sternschnuppen Hinterlasse einen KommentarTags: Gräfelfing, Pendeluhr Sattler, Silvester
Nur noch wenige Stunden
Die Großuhr der Firma Sattler in Gräfelfing
Chief & Administrator wünscht allen Raketenbesuchern einen
Guten Rutsch
Gesang: Sing a Song in the Wind
Gitarre: Mademoiselle Ninett
C & A feat. Mystery Dog Schorschi
Naja, mir nicht
Paolo Conte in München
Veröffentlicht November 28, 2008 Gräfelfing , Sternschnuppen Hinterlasse einen KommentarTags: Gräfelfing, München, Paolo Conte

- 18. Febr. 2009
Natürlich hat mir Paolo Conte Karten geschickt. Er ist ein prima Kerl. Ein großer Musiker. Er hat einige Zeilen geschrieben, daß er sich freut, mich endlich kennenzulernen. Und auch, daß er sich freut, Conzuela wiederzutreffen. Naja. Wird man sehen. Wird man sehen.
Bekannt wie ein bunter Hund
Veröffentlicht November 26, 2008 Sternschnuppen 2 KommentareTags: Gräfelfing, Marketing, Technik
In Gräfelfing wird es wohl niemanden geben, der den Walter nicht kennt. Wenn ich mal das Modewort Kommunikation strapazieren darf, der Walter spricht mit jedem. Vor allen Dingen, seit der Makro-Markt in Gräfelfing nicht mehr ist, ist der Walter freiwillig sozusagen zum Fachberater avanciert. Technische Artikel, wie letztens die Espresso- und Cappuccinomaschine und der Walter hebt ab.
„Vorzugspreis, Giovanni, 499 Euro. Und ne erstklassige Crema für dich. Watt sachse? Is datt nich nen Wahnsinnspreis.“
„Walter, sach ich dir, gerundet 500 €, und bei 19 Cent für ein Pad und 100 Tassen Kaffee sind datt 519 Euro. Da kost’ mich dä ganze Spaß pro Pott 5,19 Euro. Bei 1000 Tassen sind datt immer noch 69 Cent, wenn ich datt richtig rechne.“
Das interessiert ihn nicht. Rechnen ist nicht seine Stärke. Für ihn funzt die Technik. Kürzlich sah ich ihn aus dem 160er. Er, den Hintern hoch, auf einem 50 Kubik-Quad die Lochhamer Straße entlang brausen. Hinten drauf seine Werkzeugkiste. Trübe Stimmung kennt er nicht. Man tuschelt, daß er gern bei einsamen Damen sitzt und Handküsse verteilt. Aber da muß man vorsichtig sein mit dieser Behauptung. Weil, so kommunikativ der Walter auch ist. Diskretion ist ebenso seine Maxime. Heute hier und morgen dort. Sein Kumpel, der mit dem Camcorder, das ist eher so ein schräger Vogel. Laut ist der Kerl und redet wie ein Maschinengewehr. Das ist ein Gespann, der Walter und sein Kumpel.
Ich sag das jetzt so zwischendurch, weil ich darauf hingewiesen wurde, daß man mich nicht verstehen könnte. Aber mein Leben in Gräfelfing spielt sich nicht nur in Bussen und S-Bahnen ab. Ich sitze auch sehr gern bequem zuhause, und manchmal schaut der Walter rein. Wie gestern, als er mir mit wachsender Begeisterung eine wichtige Compact-Disk schmackhaft machen wollte: „Gehirn-Jogging, der letzte Schrei.“
“Walter“, sach ich, „davon krieg ich Muskelkater.“


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